Geschriebene Wortehttp://uhilger.de/worteDas Journal von Ulrich Hilgerde-deUlrich Hilger, http://uhilger.deFri, 22 Sep 2017 00:58:38 +0200Unbeachtet<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8945" data-lightbox="8945"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8945" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Fotografien in der &Ouml;ffentlichkeit enthalten h&auml;ufig ein Gewimmel von Menschen an belebten Orten. Noch &ouml;fter, obwohl selbst gestalteter Lebensraum, zeigen sich diese Orte unbelebt, ein einstmals bev&ouml;lkertes Gebiet, das von seinen Bewohnern leer zur&uuml;ckgelassen wurde.</p><p>Nicht selten kann man in einer gro&szlig;en Stadt umherlaufen ohne mehr als eine Handvoll Zeitgenossen anzutreffen, von kleineren Orten ganz zu schweigen. Begegnungen, die entsprechend befremdlich anmuten, als sei man unvermittelt abgebogen und in einer Parallelwelt gelandet. Die menschliche Pr&auml;senz, obgleich in einem riesigen ausschlie&szlig;lich von Menschen gemachten und gestalteten Raum, wirkt in diesem Umfeld seltsam kontr&auml;r und gibt ein Bild vereinzelter Lebenszeichen in einem f&uuml;r gro&szlig;e St&auml;dte mit vielen Bewohnern erstaunlich unbelebten Raum ab.</p><p>Fotografien solcher Anblicke wirken unspektakul&auml;r und bisweilen ein wenig fad. Aber es gibt Momente, die f&uuml;r mich beides beinhalten, einen gewissen nicht n&auml;her beschreibbaren kompositorischen Anreiz wie auch einen Ausdruck dieses erw&auml;hnten befremdlichen Kontrasts von Leben und Lebensraum.&nbsp;</p><p>Ich sammle solche Gelegenheiten in der Reihe <a href="/photo/index.html?f=alben/lebenszeichen">Lebenszeichen</a>. Wie schon verschiedentlich hier im Journal thematisiert ist sie f&uuml;r mich zugleich ein Beispiel, wie Fotografien als Teil einer Bildstrecke mehr bewirken k&ouml;nnen als die Summe ihrer einzelnen Ansichten. Wo die Bildstrecke mit ihren einzelnen Facetten als Gesamtheit zus&auml;tzliche Geltung als Werk entfaltet.</p><p>Gerne f&uuml;ge ich dieser Reihe hin und wieder neue Exemplare hinzu, was freilich von der &Ouml;ffentlichkeit mindestens ebenso unber&uuml;cksichtigt bleibt wie besagte Form des abhanden gekommenen &ouml;ffentlichen Beisammenseins. Ein weiterer Anreiz die Reihe fortzusetzen, setzt diese Ignoranz doch den beobachteten Zustand gleichsam fort.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8945" data-lightbox="8945-2"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8945" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8866" data-lightbox="8945-2"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8866" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8951" data-lightbox="8945-2"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8951" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p style="text-align: right;">Bilder: <br />Frankfurt, Mai 2017<br />Kodak Portra 400 @ 640, Push 1</p>http://uhilger.de/worte?b=4951Ulrich Hilger, http://uhilger.de4951Sun, 17 Sep 2017 12:01:31 +0200Zuschauer<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8925" data-lightbox="8925"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8925" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Das Au&szlig;ergew&ouml;hnliche im Allt&auml;glichen kommt zumeist beil&auml;ufig und ziemlich kurzlebig daher. Zuf&auml;llige Begegnungen, buchst&auml;blich im Vorbeigehen, die zus&auml;tzlich zu ihrem unerwarteten Auftreten kurz eine die Aufmerksamkeit bindende Ansicht entfalten um im n&auml;chsten Augenblick schon der Vergangenheit anzugeh&ouml;ren als h&auml;tte es sie nie gegeben.</p><p>Vor Ort einer solchen Szenerie ansichtig denkt man nicht weiter dr&uuml;ber nach, entnimmt dem Kontext der Begebenheit ihre Bedeutung und geht wie jeder weiter seiner Wege.&nbsp;Interessant ist, welche unterschiedliche visuelle Kraft all unsere tagt&auml;glichen Begegnungen auspr&auml;gen, wie individuell wir zwischen Ignoranz und Wahrnehmung mit ihnen umgehen.</p><p>Die Fotografie gibt uns ein Mittel in die Hand, diese Kraft festzuhalten. Zwar ist die Wirkung einer Ansicht so subjektiv wie ein Abbild von ihr, aber anders als das Erlebnis selbst ist die Fotografie des Kontexts beraubt. Hier liegt wahrscheinlich ein Teil des Zaubers, den Fotografien enthalten und entfalten k&ouml;nnen.</p><p>Das Bild ist reduziert auf das, was im gew&auml;hlten Ausschnitt und Moment sichtbar ist. Die Zeit ist angehalten, der Betrachter um das gebracht, was vorher oder nachher noch zu sehen war. Mit dem Einfrieren der Ansicht im Moment entsteht etwas Neues. Der Betrachter der Fotografie erlebt das Bild allein in jenem vom Fotografen herausgegriffenen Moment und verleiht diesem Erlebnis eine eigene Bedeutung, die nur aus dieser Ansicht sch&ouml;pft.</p><p>Ein Austausch, auf den sich die Beteiligten einlassen m&uuml;ssen. Der losgel&ouml;st vom blo&szlig;en Konsum von Bildern stattfindet, wenn es zugelassen wird.</p><p>Und bei aller Reflektion und Interpretation bleiben diese Ansichten des Allt&auml;glichen nichtige Momente in einer unendlichen Reihe von Begegnungen, deren Abbild vielleicht gelegentlich nicht allt&auml;glich sein mag, aber ebenso kurzlebig, verg&auml;nglich und bedeutungslos wie im Grunde letztlich alles.</p><p>Momente allerdings, f&uuml;r die das Zuschauen gelegentlich lohnt.</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Frankfurt, R&ouml;merberg, Mai 2017<br />Kodak Porta 400<br />400 @ 640, push 1</p>http://uhilger.de/worte?b=4947Ulrich Hilger, http://uhilger.de4947Thu, 7 Sep 2017 23:31:22 +0200Geduldsspiel<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/7815" data-lightbox="7815"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/7815" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> F&uuml;r einen Freizeitknipser wie mich ist es ganz unterschiedlich, welche Gelegenheiten zum Fotografieren sich ergeben und wie viele Bilder jeweils dabei entstehen. So kommt es nicht selten vor, dass vom Einlegen eines Films in die Kamera bis zur Entwicklung acht Wochen&nbsp;ins Land gehen. Allein das Entwickeln nimmt vom Versand bis zum Erhalt der Bilder ein bis zwei Wochen in Anspruch.&nbsp;</p><p>F&uuml;r digitale Bilder liegt das jenseits der Vorstellungskraft, hier ist gemeinhin ein Bild schon online, sobald die Kamera oder das Telefon ein Netz hat :-)</p><p><span style="font-size: 1em;">Das Warten auf den gerade in Bearbeitung befindlichen Laborauftrag ist auch wirklich &ouml;de.&nbsp;</span><span style="font-size: 1em;">Anfangs dachte ich, es k&ouml;nnte mich auf Dauer wieder vom Fotografieren auf Film abbringen.&nbsp;</span><span style="font-size: 1em;">Die Rolle ist voll und eingeschickt, man ist gespannt, wie die Bilder geworden sind. Oft wei&szlig; man gar nicht mehr, was eigentlich alles auf die Rolle draufkam und muss doch lange warten, bis das Ergebnis endlich vorliegt.</span></p><p><span style="font-size: 1em;">Mittlerweile kann ich allerdings sagen, es ist eher umgekehrt. Ich m&ouml;chte diese schnelle Form des Umgangs mit Fotografien gar nicht mehr&nbsp;und &uuml;berlege, ob es sich &uuml;berhaupt empfiehlt, Bilder auf diese Weise im Netz zu zeigen. Ob nicht Fotografien noch l&auml;nger aufbewahrt werden sollten und zu gegebener&nbsp;Zeit als gr&ouml;&szlig;ere Gruppe, zum Beispiel als Bildstrecke oder Fotobuch besser aufgemacht w&auml;ren, auch, wenn sie nicht oder nur lose in eine Gruppe oder Folge zu bringen sind.&nbsp;</span></p><p><span style="font-size: 1em;">Bis ich mir darauf einen Reim machen kann, sammeln sich Bilder eher an und m&uuml;nden in einen langsam tr&ouml;pfelnden Strom von einzelnen Fotografien, die auf den Fotoseiten auftauchen und sich dort einreihen. Da sie nicht in streng zeitlicher Abfolge zu sehen sind kommt es dann auch vor, dass mal eine Aufnahme aus einer noch l&auml;nger zur&uuml;ckliegenden Begebenheit zu sehen ist.&nbsp;</span></p><p>F&uuml;r den Betrachter ist das ohnehin nebens&auml;chlich, er hat ja nicht denselben Bezug zur Aufnahme wie der Fotograf. &nbsp;</p><p>Auf jeden Fall ist eine&nbsp;beschauliche Vorgehensweise beim Bilder machen f&ouml;rderlich f&uuml;r eine intensivere Besch&auml;ftigung mit der Materie in allen Phasen und der Hinwendung zum Gegenstand der Fotografie. Dabei verringert sich die Zahl der Bilder,&nbsp;m&ouml;gliche Motive werden st&auml;rker hinterfragt bevor sie abgebildet werden.</p><p>Sei auch die Warterei ein stetig bleibendes Spiel mit der Geduld kann ich daran nur Gutes finden. Und sie ist am besten mit der Anfertigung weiterer Bilder verbracht.</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Tornby, August 2016<br />Kodak Ultramax 400</p>http://uhilger.de/worte?b=4944Ulrich Hilger, http://uhilger.de4944Wed, 6 Sep 2017 07:04:15 +0200Koudelka<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/7500" data-lightbox="7500"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/7500" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Ich kannte nat&uuml;rlich die Fotografien, die Josef Koudelka in Prag machte, als die russischen Panzer dem Prager Fr&uuml;hling ein Ende setzten. Jeden, der schon selbst am Wenzelsplatz stand, wird z.B. die Fotografie Koudelkas von dort direkt ansprechen. Bemerkenswert sind auch die Umst&auml;nde, unter denen die Bilder an die &Ouml;ffentlichkeit gelangten wie &uuml;berhaupt die ganze Vita dieses au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Fotografen. Die Bilder im Gro&szlig;format aus der N&auml;he zu betrachten ist dann noch um einiges besonderer.</p><p>Neu f&uuml;r mich waren die weiteren Aufnahmen, die neben den erw&auml;hnten noch bis 10. September <a href="https://www.co-berlin.org/josef-koudelka">in Berlin</a> zu sehen sind. Die kompositorische Kraft dieser Fotografien ist gewaltig und so bin ich ausgesprochen gl&uuml;cklich, dass sich ein Besuch im Amerika-Haus mit einem Termin in Berlin kombinieren lie&szlig;. Es sprang sogar noch ein 12-Euro-Schn&auml;ppchen beim Erwerb eines Bildbandes mit Fotografien von Marc Riboud ("50 ans de photographie, l'instict de l'instant") in der hauseigenen Buchhandlung sowie ganz allgemein der Genuss beim Besuch dieses 50er-Jahre-Baus heraus. Besser geht kaum.</p><p>Wem es nicht verg&ouml;nnt ist, die Ausstellung zu besuchen, sei der Begleitkatalog aufs W&auml;rmste empfohlen.</p><p>(Die Fotografie zu diesem Beitrag ist nat&uuml;rlich nicht von Koudelka. Mir war einfach danach, eine Schwarzwei&szlig;aufnahme beizuf&uuml;gen)</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Berlin, N&auml;he Hackescher Markt<br />Juli 2016<br />Kodak Tri-X</p>http://uhilger.de/worte?b=4941Ulrich Hilger, http://uhilger.de4941Fri, 1 Sep 2017 00:30:27 +0200Hinsehen<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/8874" data-lightbox="8874"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/8874" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Tag f&uuml;r Tag wird unser Blick von etwas eingenommen, andauernd, immer wieder neu, nur kurz, bevor wieder andere Begebenheiten sich ins Blickfeld dr&auml;ngen. Ich gehe gern auf Spazierg&auml;nge mit der Kamera, weil so&nbsp;diese Kette von Momenten teilweise mitgenommen werden kann.</p><p>Fotografien dienen der Erinnerung, erleichtern es, sich l&auml;nger zur&uuml;ckliegende Erlebnisse erneut vor Augen zu f&uuml;hren.</p><p>Das gilt eben auch f&uuml;r Momente, zu denen kein anderer Bezug f&uuml;r uns besteht, als dass sie einmal, wenn auch vielleicht nur kurz unsere Aufmerksamkeit gewonnen haben. Ein Tagebuch aus Fotografien.&nbsp;</p><p>Dabei sollte&nbsp;die Wiedergabe m&ouml;glichst getreu dem eigenen Empfinden entsprechen, was zum Gelingen als Fertigkeit st&auml;ndig&nbsp;ausgef&uuml;hrt sein will. Bild f&uuml;r Bild entsteht ein Blick auf die eigene Wahrnehmung, auf einer Metaebene sozusagen. Das&nbsp;schafft auch Abstand vom ewig gleichen Trott, hilft, vom&nbsp;eigenen Tun und Dasein Abstand zu nehmen und&nbsp;<span style="font-size: 1em;">zeitweilig&nbsp;</span><span style="font-size: 1em;">aus einer anderen Warte heraus zu </span><span style="font-size: 1em;">agieren</span><span style="font-size: 1em;">.</span></p><p>Da ist das Teilen von Fotografien auf einem Dienst wie flickr oder auch den eigenen Fotoseiten am Ende blo&szlig; ein letzter Schritt, der nur best&auml;tigt, wie subjektiv das Interesse an den enstehenden Bildern bleibt.</p><p>Aber ist das nicht, was alle anderen auch tun? Ob Instagram oder Magnum Photos, ob unbeachtet, Hingucker&nbsp;oder &uuml;berw&auml;ltigende Resonanz. Vieles, was ich dabei an anderer Stelle finde, ist mir zu aufgeladen mit Erwartungen, Anspr&uuml;chen und Interpretationen. Mir ist es daher auch&nbsp;Bed&uuml;rfnis, der Bilderflut sozusagen die eigene Auswahl vorzusetzen.</p><p>Die besteht aus vielerlei Blickwinkeln. Es f&auml;llt mir schwer, mir selbst ein Thema zu setzen. Es ergeben sich zwar Interessenschwerpunkte, aber das sind eigentlich nur Versuche einer Gliederung. Letztlich sind es alles Bilder, die aus dem Moment heraus und jedes f&uuml;r sich wirken.</p><p>Auch eine Erkenntnis, die sich daraus ziehen l&auml;&szlig;t. Wir leben jeweils im Moment. Davor liegt eine Ungewi&szlig;heit, die sich nur sehr eingeschr&auml;nkt gestalten und nicht im mindesten vorweg nehmen oder abbilden l&auml;&szlig;t.</p><p>Was also liegt n&auml;her, als m&ouml;glichst viel von dem, was uns im Moment umgibt, mitzunehmen, festzuhalten und die so selbst ins Bild gesetzten Wahrnehmungen mit unseren Zeitgenossen zu teilen. Neben dem Festhalten f&uuml;r die eigene Erinnerung beinhaltet das Teilen dieser Bilder eine Chance, auch andere Blickwinkel, Sichtweisen und 'Welten' kennenzulernen.&nbsp;</p><p>Eine&nbsp;Auseinandersetzung, die f&uuml;r mich bislang ein bleibendes Interesse birgt und hoffentlich noch lange anh&auml;lt.&nbsp;Man muss nur hinsehen.</p><p><a href="/data/ulrich/bilder/neu/8642.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/8642_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="/data/ulrich/bilder/neu/9039.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/9039_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="/data/ulrich/bilder/neu/9043.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/9043_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="/data/ulrich/bilder/neu/7562.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/7562_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="/data/ulrich/bilder/neu/8888.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/8888_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="/data/ulrich/bilder/neu/8874.jpg" data-lightbox="8642"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/data/ulrich/bilder/neu/8874_kl.jpg" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p>http://uhilger.de/worte?b=4940Ulrich Hilger, http://uhilger.de4940Sun, 27 Aug 2017 14:14:13 +0200Ins Netz gegangen<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/8883" data-lightbox="8883"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/8883" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Alle sind&nbsp;heute im Netz pr&auml;sent. Schade nur: Viele Teilnehmer sind in den Silos von Facebook, Twitter oder Instagram vergraben. Ich habe mich vor einigen Wochen mal bei Facebook angemeldet, wollte wissen, wie es da so ist und muss f&uuml;r mich feststellen: Es&nbsp;gibt mir nichts.&nbsp;</p><p>Ich verstehe noch immer nicht, warum man es vorzieht, auf&nbsp;Twitter oder Facebook einer Quelle zu folgen anstatt die Quelle selbst zu verwenden.</p><p>Nehmen wir beispielsweise Magnum Photos. Ich sehe f&uuml;r Fotografien und Essays gerne und regelm&auml;&szlig;ig deren Webseite an. Immer, wenn dort ein neuer Inhalt erscheint, gibt es auch einen Eintrag auf&nbsp;Twitter und Facebook. Einen RSS-Feed scheint Magnum&nbsp;gar nicht mehr zu unterhalten.&nbsp;</p><p>Aber muss ich sofort vom neuen Inhalt erfahren und daf&uuml;r&nbsp;<span style="font-size: 1em;">eigens ein Twitter-Konto haben</span>? In der Regel habe ich zum Zeitpunkt der Meldung ohnehin keine Zeit, den neuen Beitrag anzusehen und m&ouml;chte auch nicht st&auml;ndig ungelesene 'Neuigkeiten' aufarbeiten m&uuml;ssen.</p><p>Lieber ist mir der umgekehrte Weg. Wenn ich Lust und Zeit habe,&nbsp;<span style="font-size: 1em;">schaue ich direkt&nbsp;bei Magnum herein und sehe, was es seit dem letzten Mal so Neues gibt</span>. Es kommt mir sehr entgegen, dass Magnum eine eigene Webseite betreibt und Aufwand in die Pr&auml;sentation eigener Inhalte steckt anstatt sie in die beschr&auml;nkten 'Silos' von Facebook oder Twitter zu zw&auml;ngen.</p><p>Noch immer gilt: Auf die Inhalte kommt es an.</p><p>Mag es auch sein, dass ohne Facebook und Co. von Inhalten im Netz keiner etwas mitbekommt. Inhalte m&uuml;ssen erst einmal da sein und sie k&ouml;nnen und sollten eigenst&auml;ndig im Netz stehen.</p><p>Wie also bringt&nbsp;man ohne Facebook, Twitter oder Instagram Inhalte ins Netz? Ich verwende die <a href="/dev/Software/WebBox/WebBox">WebBox</a>&nbsp;f&uuml;r so etwas. Erst k&uuml;rzlich ging beispielsweise eine neue Fassung der <a href="/photo">Fotoseiten</a> online, die auf der WebBox l&auml;uft und auch ihre Inhalte von da&nbsp;bezieht. &nbsp;</p><p>Nun ist es nicht jedermanns Sache, einen eigenen Server im Netz zu installieren und zu betreiben. Dank moderner M&ouml;glichkeiten der Cloud muss man das auch gar nicht, das Zauberwort hei&szlig;t <a href="http://www.docker.com">Docker</a>. Viele Anbieter haben mittlerweile Laufzeitumgebungen f&uuml;r Container im Programm, freilich beispielsweise auch <a href="https://cloud.google.com/container-engine/">Google</a> um nur einen zu nennen.</p><p>Der Unterschied und Vorteil einer solchen Webpr&auml;senz gegen&uuml;ber Facebook oder Twitter ist, dass sie vollkommen frei und ohne Einschr&auml;nkungen gestaltet und mit Inhalten versehen werden kann. Und mit etwas wie der WebBox ist man zudem nicht an eine bestimmte Laufzeitumgebung gebunden, kann seine Inhalte und L&ouml;sungen unver&auml;ndert jederzeit sehr einfach und schnell auch auf eine andere Plattform bringen.</p><p>Also: Die WebBox einfach als Docker-Container starten und im Handumdrehen eigene Inhalte ins Netz stellen.</p><p style="text-align: right;">Bild: <br />Frankfurt, Mai 2017<br />Kodak Gold 400</p>http://uhilger.de/worte?b=4938Ulrich Hilger, http://uhilger.de4938Sun, 13 Aug 2017 20:15:00 +0200Eingeklinkt<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/9119" data-lightbox="9119"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/9119" alt="foto" width="240" height="167" /> </a>Das Auto voll Proviant laden und f&uuml;r zwei Wochen auf ein Boot verschwinden. Hinaus aufs Meer, sich ausklinken. Das war der Plan f&uuml;r diesen Sommer und er ist aufgegangen. Beschauliche H&auml;fen, kein Netz, ein gutes Buch und ebensolcher Tropfen, alles wie es sein muss.</p><p>Nun hat uns fast der Alltag wieder aber noch h&auml;lt die Wirkung erfreulicherweise durchaus an.</p><p>Ich habe ungew&ouml;hnlich wenig Fotografien gemacht. Auch das hat vielleicht zum 'Ausklinken' beigetragen. Mal nicht dem Diktat der mitgef&uuml;hrten Kamera folgen und einfach da sein.</p><p>Umbr&uuml;che allenthalben, denn auch der in den letzten zwanzig Jahren tradierte Familienurlaub br&ouml;ckelt langsam und unwiederbringlich dahin. Sohn Nummer Eins war studien- und klausurbedingt erstmals nicht dabei. Der Lauf der Zeit.</p><p>Sonst noch zu vermelden: Nach l&auml;ngerer Bosselei an einer neuen Fassung der <a href="/photo">Fotoseiten</a> ist diese heute in Produktion gegangen. Es war mal Zeit, die neueste Webtechnik zu verwenden. Die Linkseite und der RSS-Feed fehlen noch, aber meine Fotografien erfreuen sich ab sofort bereits einer modernisierten "Betrachtbarkeit".&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Seedorf, Juli 2017<br />Kodak Portra 160 @ 500 (push 2)</p>http://uhilger.de/worte?b=4937Ulrich Hilger, http://uhilger.de4937Wed, 2 Aug 2017 20:41:17 +0200Ramsch<p>Wer kennt noch <a href="http://www.allmusic.com/album/first-offense-mw0000650237">Sunglasses at Night</a> von Corey Hart? Keine Ahnung, ob der Song das Verhalten dieser Zeitgenossin motivierte, aber eine Sonnenbrille bei schw&auml;rzester Nacht zu tragen erscheint mir bei aller Coolness ein kleinwenig unpraktisch, Rummelplatzlichter hin oder her. Aber das Lied mag ich.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8748" data-lightbox="8748"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8748" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8769" data-lightbox="8748"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8769" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Jedenfalls war der Umstand Anlass f&uuml;r diese Fotografie. Ein wenig dunkel und k&ouml;rnig aber f&uuml;r einen Schnellschuss aus der Hand im Vorbeigehen kann man es glaube ich gelten lassen.</p><p>Ich war sonst auch eher f&uuml;r Aufnahmen wie das Bild mit Oliver Kahn und Diego Maradona dort. Rummelpl&auml;tze sind eben stets ein unwiderstehlicher Mischmasch aus bunten Lichtern und skurrilen Blickwinkeln. Und am Wochenende ist wieder Mainfest in Frankfurt, mal sehen, ob ich es schaffe, hinzugehen.&nbsp;</p><p>Was tut sich eigentlich so unter Fotografie-Interessierten? Online scheint im Augenblick nicht viel zu passieren, oder t&auml;usche ich mich und trage eine Sonnenbrille bei Nacht? Naja, das Netz taugt ohnehin nur zum Verramschen, viel wichtiger ist, weiter Bilder zu machen.&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bilder: <br />Dippemess Frankfurt, April 2017<br />Fuji Superia 1600 @ 2000 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4936Ulrich Hilger, http://uhilger.de4936Mon, 31 Jul 2017 19:22:45 +0200Volksbegehren<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/9059" data-lightbox="9059"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/9059" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Jetzt ist er um, der G20-Gipfel in Hamburg. Wer wollte den nochmal haben? Und was ist herausgekommen? Viel Bohai um Nichts und der deutsche Steuerzahler zahlt die Zeche. Diese Millionen w&auml;ren woanders besser angelegt gewesen.</p><p>Sprachlos macht, wie sehr die Gewalt in Hamburg eskaliert ist.</p><p>Warum konnten rund 20.000 Polizeibeamte diese kriegs&auml;hnlichen Handlungen nicht verhindern? Was hat ihnen gefehlt, um diese Gewalttaten zu verhindern? Und wie konnte diese hohe Zahl an Gewaltt&auml;tern offenbar unbehelligt ihre Taten vorbereiten?&nbsp;</p><p>Es gibt eine ganze Reihe Fragen, von denen ich hoffe, dass die Verantwortlichen sie gestellt bekommen und beantworten. Und ich w&uuml;rde es vorziehen, dass die Medien diesen Fragen nachgehen anstatt fortw&auml;hrend diese Sensationsmeldungen herauszugeben. Die Fakten m&uuml;ssen auf den Tisch. </p><p>Bis dahin darf eine Forderung von einer Demo in Frankfurt von unl&auml;ngst mal erneut mit Fug und Recht vorgebracht werden: Tanzbares Leben f&uuml;r alle.</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Frankfurt, Juni 2016<br />Kodak Tri-X<br />400 @ 640 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4933Ulrich Hilger, http://uhilger.de4933Sun, 9 Jul 2017 23:40:11 +0200Empfang<p>Der R&ouml;merberg in Frankfurt ist gew&ouml;hnlich fest in der Hand von Reisenden aus aller Welt. Ausnahmen bilden Kultur- und Sportveranstalungen, Kundgebungen und gelegentlich der Empfang honoriger Zeitgenossen. Ich war hingegangen als sich die Eintracht neulich feiern lie&szlig;, schlie&szlig;lich kommt so etwas ja nicht alle Tage vor.</p><p>Die Warterei auf die Ballk&uuml;nstler geriet allerdings recht z&auml;h f&uuml;r meinen Geschmack, daran konnten auch Bespa&szlig;ung und Musik des hr nichts &auml;ndern. Als Fan sieht man das gewi&szlig; ganz anders, wie das Gejohle vor Ort auch zu best&auml;tigen wu&szlig;te.</p><p>Pl&ouml;tzlich ging jedenfalls alles ganz schnell, die T&uuml;r ging auf, B&uuml;rgermeister, Trainer und Spieler zeigten sich.</p><p>Der B&uuml;rgermeister hielt eine Ansprache, sinngem&auml;&szlig; etwa: Die Teilnahme am Endspiel des DFB-Pokals war eine tolle Leistung. Der Trainer sagte einige Worte, sinngem&auml;&szlig; etwa: N&auml;chste Saison wird es wieder spannend und alle freuen sich schon ganz doll. Vielleicht klappts auch wieder mit dem DFB-Pokal. Und auch die Spieler durften etwas sagen, sinngem&auml;&szlig; etwa: Wir m&ouml;gen unsere Fans und spielen gerne bei der Eintracht.</p><p>Das wollten die Fans h&ouml;ren, alle waren ziemlich aus dem H&auml;uschen. Schlie&szlig;lich gingen alle wieder ihrer Wege, ich habe ein paar Bilder zum Andrenken, die Sommerpause kann kommen.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8901" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8901" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8898" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8898" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8906" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8906" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p style="text-align: right;">Bilder:<br />Frankfurt, R&ouml;merberg, Mai 2017<br />Kodak Portra 400<br />400 @ 640 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4908Ulrich Hilger, http://uhilger.de4908Wed, 21 Jun 2017 23:31:19 +0200