Fototermin

3. November 2018

 

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Während wir auf einer der Seebrücken von Viareggio müßig die Blicke schweifen ließen war es ein wenig überraschend, dass eine junge Frau unvermittelt Kleidung ablegte und in immer neue Posen verfiel. Was zunächst wie eine Szene aus Candid Camera wirkte entpuppte sich schnell als Fototermin, bei dem eine Freundin mit dem Schlaufon leistete, was bei aufwendigen Modefotografien ein Troß von Mitarbeitern begleitet.

Zweifellos ein Fall für die Rubrik meta dachte ich mir und bereute nicht, die Kamera dabei zu haben.  

In den Medien sind viele spärlich bekleidete junge Frauen abgebildet und wenn sie aus diesen Bildern heraus - Sex sells - so ihre weiblichen Reize sprechen lassen, denkt man nicht darüber nach, wie die Bilder eigentlich entstehen. Ob es die Ergebnisse auf eine Sedcard schafften oder direkt auf Instagram landeten blieb ungewiss.

An jenem Tag sorgten die Fotografin und ihre Muse jedenfalls für eine Episode der nicht alltäglichen Art.

Foto:
Viareggio, Juli 2018
Kodak Portra 400, Summicron-M 28

Thore schrieb 06.11.2018 09:25

Was für eine hübsche Episode ;-)
Wobei ein Schlaufon von geübter Hand und geschultem Auge bei gutem Licht wohlüberlegt eingesetzt inzwischen durchaus ansehnlichere Ergebnisse liefern kann, als ein "richtiger" Fotoapparat, wenn der nur halbherzig draufgehalten wird. In einem Vlog über Reisefoto-/-videografie hörte ich den Satz "behandle Deine Smartphonekamera wie einen richtigen Fotoapparat, dann werden die Ergebnisse gleich viel besser". Da ist eine Menge dran. Schon ein älteres iPhone 7 (für neuere Modelle habe ich keine Messwerte gefunden) liegt im Dynamikumfang im Bereich einer Canon 20D oder Nikon D70. Die haben vor 12 Jahren auch keinen Müll produziert.

Ulrich schrieb 06.11.2018 18:50

Stimmt, die Kameras von Telefonen sind mittlerweile richtig gut und nicht nur immer dabei sondern auch handlich und schnell im Einsatz. Wir haben neulich ein Fotobuch mit Familienschnappschüssen gemacht, die Bilder sind alle mit dem Telefon entstanden und können sich in gedruckter Form absolut sehen lassen. 





 

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